Das Goldwaschen im Jahre 2010 hat begonnen!

Am vergangenen Sonntag hatten wir die erste Exkursion: so führte mal wieder in die Grümpen. Unabhängig von Anwaschen des Goldmuseums, das wieder mit seinem kompletten Verein und daher einer ansehnlichen Teilnehmerschar angetreten war. hatten wir an der bekannten Saugstelle/Wendeschleife einen ersten Waschgang.

Diesmal hatten wir massive Felsen im Untergrund. In den Rissen und Spalten gab es wieder wie üblich für jeden etwa 0,1 Gramm in gutem Gold. Das Wasser hatte etwa 12 Grad, der Wasserstand war normal.
An dieser Stelle werden wir am Freitag, dem 30.April weitermachen.

Für Katzhütte gibt es vorerst die bisher bei mir nicht veröffentlichen Termine jeweils 12’00 am Waschplatz:

26. Juno ,
24. Juli,
21. August,
11. September

Gebühren erhebt der Veranstalter in Katzhütte, vermutlich wieder wie in den letzten Jahren.

Da ich an diesem Platz vier Termine für zu wenig halte, werde ich in der nächsten Woche versuchen, noch eigene Termine zu vereinbaren. Die werden dann auch an dieser Stelle hier stehen.

Was hat es für 2009 an Nachträgen gegeben?

In Katzhütte hatte es beim Anwaschen an einem Fleck von der Größe von zwei Stuhlflächen innerhalb von 15 Minuten und einer Tiefe von nur ein paar Zentimetern 4 große Nuggets mit einem Gesamtgewicht von über 2,60 Gramm gegeben. Die Sammler, den Veranstalter und natürlich auch mich hats gefreut.

Auf dieser Fläche sollte nach der Darstellung des allerseits bekannten “Experten” schon alles weggefunden sein und nichts mehr geben!! Das war zumindest die Begründung dafür, daß er 4 Tage vor der Veranstaltung seine vertraglich zugesagte Teilnahme als Leiter der Exkursion kurzfristig abgesagt hatte; daraufhin hatte mich der Bürgermeister angesprochen. Ich bin natürlich gern eingesprungen und es war ja auch so schön erfolgreich! So eine Vorgehensweise ist ja nicht ganz unbekannt ( siehe Bad Blankenburg 2008 und Schwarzburg).

In dem gleichen Gewässerabschnitt hat es noch einen anderen interessanten Fund gegeben:

Es fand sich ein Nugget mit der Größe 25 mm x 14 mm x 5 mm in der allerbesten Gold – Farbe! Es wiegt 6,28 Gramm und würde in Gold etwa 14 bis 15 Gramm wiegen, wenn es echt wäre!
Nach dem Reinigen und Betrachten unter dem Mikroskop stellte sich heraus, daß es sich um eine keltische Bronzeschlacke handelte, die sich wunderbar abgerundet und auch im Fluß vergoldet hatte und so ein Prima Goldnugget abgegeben hat. Solche Bronzen gibt es ziemlich häufig in Thüringen, allerdings nicht vergoldet. Wer welche ansehen will und kein Museum kennt, das welche zeigt, kann es bei einem Besuch bei IKEA Erfurt anschauen. Man hat dort welche in der Baugrube gefunden. Sie liegen bei der Warenausgabe in einer Vitrine.
Das Besondere bei dem Nugget aus der Katze/Wulst besteht darin, daß bisher keine Siedlung oder ein Verhüttungsplatz in diesem Bereich gefunden worden ist. Wir kennen auch keine Erzvorkommen in dieser Gegend, die für einen Schmelzplatz im Schiefergebirge Anlaß geben könnten. Wer da eine Idee hat, kann sich ja mal melden.

Außerdem habe ich einige sehr schöne Monzanite gefunden, die ich zu einer genaueren Analyse weggegeben habe. Wenn die Ergebnisse vorliegen, werden sie an gleicher Stelle stehen. Bei diesen Kristallen handelt es sich um ein Mineral, welches das sehr seltene und teure radioaktive Element Thorium enthält. Man kann es direkt als Anzeiger für Goldvorkommen nutzen, weil es sich leichter durch seine geringe Strahlung auffinden läßt. Es wird wohl eines Tages das Uran in der Weltwirtschaft ersetzen. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, daß die Russen etwa einen Kilometer oberhalb des Waschplatzes einen Versuchsstollen angelegt hatte, um Uran zu finden.

Aufgrund des offiziellen Anwaschens durch das Goldmuseum hat es einen Eigenartikel in der Tagespresse am folgenden Montag gegeben. Ein “Experte” hat eine Darstellung gegeben, die ich in den nächsten Tagen kommentieren werde, damit sich jeder ein Bild machen kann, der den Originaltext nicht kennt.

Bis dahin Glück Auf!